Documenta-Sommer: Ein erstes Fazit

Documenta-Sommer: Ein erstes Fazit
Documenta-Sommer: Ein erstes Fazit
Sonntag | 17. September 2017 | 16:30 Uhr


Peter-Matthias Gaede, Susanne Jakubczyk, Dr. Burghard Preusler, Christoph Baumanns und weitere Gäste
Von Kassel lernen: Der Sommer der Kunst neigt sich dem Ende entgegen
Ein erstes Fazit der documenta 14 und der kirchlichen Ausstellungen
Sonntag, 17. September 2017 | 16:30 Uhr | Elisabethkirche

Eintritt frei. Über eine Spende freuen sich die Veranstalter.

Was war und ist vielleicht noch von der Kunst im documenta-Sommer in Kassel zu lernen?
Das erkunden der Journalist Peter-Matthias Gaede, der Kassel und der documenta in besonderer Weise verbunden ist, die Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin Susanne Jakubczyk M.A., die unter anderem im Beirat für die Ausstellungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zur jeweiligen documenta tätig ist, und der Diözesanbaumeister und -konservator Dr. Burghard Preusler, Verantwortlicher des Bistums Fulda für die Ausstellung „Statik der Resonanz“, in einem Gespräch, das Christoph Baumanns, der Projektleiter der Ausstellung in der Elisabethkirche, moderiert. Weitere Gäste und das Publikum sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Peter-Matthias Gaede, Jahrgang 1951, machte sein Abitur an der Kasseler Herderschule, schloss ein Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen ab und machte seine Primärerfahrungen als Journalist beim TV-Studio Kassel des Hessischen Rundfunks, bevor er 1979/1980 den ersten Lehrgang an der Journalistenschule von Gruner + Jahr in Hamburg absolvierte.
Nach drei anschließenden Jahren in der Lokalredaktion der „Frankfurter Rundschau“ wechselte er 1993 zu GEO, wo er zunächst als Reporter, dann Chef-Reporter arbeitete; unter anderem berichtete er aus Brasilien, Chile, Argentinien, Paraguay, Kolumbien, Mexiko, Costa Rica, Kuba, Jamaica, Grenada und der Karibik, aus den USA, dem Irak, aus Indien, Japan, Hongkong, Vietnam und Russland.
1992 wurde er stellvertretender Chefredakteur von GEO, von 1994 bis 2014 war er Chefredakteur von GEO und den GEOSpecials. 1996 gründete er das Kinder-Magazin GEOlino, das er ebenfalls einige Jahre als Chefredakteur führte; wie auch GEO WISSEN und andere Ableger von GEO, bevor er deren Herausgeber wurde.
Seit Oktober 2016 arbeitet Gaede wieder als freier Journalist u.a. für GEO, GEO WISSEN, art, die ZEIT und das SZ-Magazin.
Seit Mitte 2014 gehört Gaede dem Vorstand von Unicef Deutschland an; überdies ist er Mitglied im Stiftungsbeirat der Hamburger Körber-Stiftung, im Kuratorium der Akademie für Publizistik sowie im Kuratorium von „Reporter ohne Grenzen“.
Als Juror war Gaede u.a. einige Jahre beim Henri-Nannen-Preis tätig, war 2015 Jury-Mitglied des World Press Photo Award, ist außerdem Jury-Mitglied des Bernhard-Grzimek-Preises, des „UNICEF-Fotos des Jahres“ und des internationalen Alfred-Fried-Awards für die besten Bilder vom Frieden.
Texte zur documenta und zu Kassel hat Gaede u.a. in GEO („Begegnungen der phantastischen Art“, 1992), im Euregio-Verlag („Das Strahlende, die Grauwerte, die Mitte“, 2003) im Siebenhaar-Verlag („Liebeserklärung an Kassel“, 2016) sowie zuletzt im Magazin der Süddeutschen Zeitung („Heilige Hallen“, 2017) und in der documenta 14-Sonderausgabe von „art“ („Die Sache funkelt wieder“, 2017) veröffentlicht. Als Mitglied des Kassel-Beirats des Oberbürgermeisters hat er bei der 1100-Jahre-Feier der Stadt die Festrede gehalten.

Susanne Jakubczyk M.A., Kunsthistorikerin, Kunstvermittlerin. Susanne Jakobczyk ist seit 2016 Vorstandsmitglied bei Artheon. Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e.V. und seit 2004 Pädagogische Mitarbeiterin im Evangelischen Forum Kassel. Zu Ihren Forums-Tätigkeiten gehören neben der Themenarbeit in den Bereichen Kunst, Literatur, Film, Musik und internationale Studienreisen auch die Mitarbeit im Beirat für die Ausstellungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zur jeweiligen documenta. In diesem Jahr ist es die Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ mit dem Kasseler Austellungsort in der Karlskirche (andere sind in Wittenberg und Berlin).
Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst ist seit dem Studium der Kunstgeschichte (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) ein Schwerpunkt. Sie bietet wie kaum ein anderes Feld Anknüpfungspunkte an eigene Erfahrungen und zu Fragen der Gegenwart. Die Kommunikation über Kunst in Form von Führungen, Workshops, Künstlergesprächen, Moderationen zu Ausstellungen und Ausstellungseröffnungen ist Teil der beruflichen und freiberuflichen Tätigkeiten. Die Arbeit als Kunstvermittlerin der documenta gehört seit dem Umzug von Hamburg nach Kassel dazu (documenta 11, 12 und 13) sowie die Vorstandstätigkeit im Kasseler Kunstverein (2006-13).

Dr. Burghard Preusler, Diözesanbaumeister und Diözesankonservator des Bistums Fulda, ist verantwortlich für die Ausstellung „Statik der Resonanz“. Anne Gathmann in der Elisabethkirche Kassel 2017″.

Moderation: Christoph Baumanns, Projektleiter und Leiter Kommunikation der Ausstellung „Statik der Resonanz“, ist Kommunikationsfachmann und setzt Themen in öffentliche Kommunikationsbeziehungen um. Er berät und begleitet Führungskräfte, Projektteams, Organisationen, Unternehmen und temporäre Kunstprojekte bei der Entwicklung und Realisierung von Public Relations-Konzepten. Sein besonderes Interesse gilt den Menschen in unternehmerischen Systemen und ihren schöpferischen Prozessen. Gesprochene und geschriebene Texte machen ihm besonders viel kreative Lust. Wie in unseren Zeiten kreativ sein? ist für ihn eine existenzielle Frage. „Man muss seine Ideen verwirklichen, sonst wuchert Unkraut darüber.“ (Jean Paul)